Die Entrückung

Die Entrückung

Die Braut des Lammes und die jüdische Hochzeit – Die Entrückung

Die Diskussion über das Thema Entrückung wird seit Jahrzehnten geführt und führt leider immer öfter zu sinnlosen Streitereien bis hin zu Zerwürfnissen und Spaltungen in Gemeinden. Aber muss das so sein? Schließlich ist das Thema Entrückung ein sehr wichtiges Thema für die lebendige Hoffnung, die in uns sein soll, wie uns die Schrift lehrt. Haben wir diese Hoffnung?

1Th.4:13: „Wir wollen aber nicht, Brüder, dass ihr, was die Entschlafenen betrifft, unkundig seid, auf dass ihr euch nicht betrübet wie auch die übrigen, die keine Hoffnung haben.

Freuen wir uns, wenn der Herr jetzt, in diesem Moment, uns zu sich holen würde? Oder würden Sie lieber noch etwas vorher erleben oder erledigen? Oder meinen wir, geprüft werden zu müssen, um würdig zu sein, im Himmel zu leben? Fragen, Fragen, Fragen und die Antworten werden wir doch nur in Gottes Wort finden!

Jeder hat seine Bibelstellen. Derjenige, der meint, nicht in die 70ste- Jahrwoche Daniels kommen zu müssen, derjenige, der meint bis zur Mitte Durchhalten zu müssen und derjenige, der meint, er würde am Ende der Gerichte der Offenbarung schnell entrückt, hektisch heiraten und sofort wieder zurück kommen müssen.

Wir werden einmal versuchen, diese Ausführung, das Thema Entrückung, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Viele werden vielleicht sagen:

„Warum all die Aufregung, wir wollen doch nicht streiten, wir alle wollen doch nur den Herrn Jesus sehen“ usw.… es ist doch nicht heilsnotwendig, so etwas hundertprozentig zu wissen, das überlassen wir den Bibellehrern und den Ältesten. Ist das wirklich biblisch?

Ist es das, was das Wort Gottes lehrt? Soll sich der einzelne Gläubige nur darauf verlassen, was Älteste, Bibellehrer oder Prediger ihm beibringen? Ist es nicht vielmehr der Wille Gottes, dass wir von der einfachen Milch heranwachsen zur festen Speise, um das Wort Gottes immer besser zu verstehen und damit auch die Person des Herrn Jesus und seines Werkes am Kreuz!? Und zwar jeder Gläubige!

Der Hebräer-Brief zur Entrückung

Wie ermahnt zum Beispiel der Schreiber des Hebräer Briefes die Hebräer, weil sie in wichtigen Punkten von der bereits gelernten Lehre zurückgefallen sind und vergessen haben, was die Grundlagen des Wortes Gottes ist.

Worum es hier im Einzelnen geht, werden wir ausführlich in unserer Betrachtung über den Hebräer Brief schreiben. Fest steht aber die Ausrede „das ist doch nicht heilsnotwendig“ ist eine faule Ausrede und in Gottes Augen ungültig. Nur weil etwas schwierig zu verstehen ist oder kontrovers diskutiert wird heißt das nicht, dass wir uns nicht damit auseinandersetzen sollten.

Alles was wir im Worte Gottes sehen und lernen können ist notwendig zum Heil!

Das richtige Verständnis der Entrückung und des Leibes

Das richtige Verständnis der Entrückung ist nicht notwendig zum Heil in Bezug auf die Ewigkeit oder die Hölle aber sehr wohl kann unser Heil, unsere geistliche Gesundheit, ein fruchtbarer Wandel und ein heilsames Leben in dieser Welt in Christus davon abhängen.

Heb 5:13 Denn jeder, der noch Milch genießt, ist unerfahren im Worte der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger; die feste Speise aber ist für Erwachsene, welche vermögen der Gewohnheit geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten sowohl als auch des Bösen.

Die Missverständnisse im richtigen Verständnis um das Thema Entrückung kommen nicht aus einem falschen Verständnis von Prophetie allein, sondern vorwiegend aus einem falschen Verständnis des Leibes Christi, der Braut Christi und Israel bzw. den Nationen. Wenn wir nicht verstehen, welche Stellung die Braut Christi in Bezug zu Israel und den Nationen in Gottes Handeln mit den Menschen einnimmt, werden wir auch nicht verstehen, warum die Braut Christi niemals in die Gerichte der 70. Jahrwoche kommt.

Wer die Offenbarung studiert und nicht den Bezug zum Judentum erkennt oder versteht, insbesondere das genaue Studium des Buches Daniel, des Dritten Buches Mose, der Propheten und insbesondere des Buches an die Hebräer, der wird Probleme haben mit dem richtigen Verständnis der Entrückung.

Im tieferen Sinne ist auch ein richtiges Verständnis des Sabbat, der Sabbatjahre und des Jubeljahres hilfreich. Dieses Thema ist natürlich viel zu umfangreich um mit dieser Notiz tiefergehend betrachtet zu werden. Es sollte uns aber bewusst sein, dass das richtige Verständnis von Gottes Handeln mit Israel in der Vergangenheit und in der Zukunft, den Nationen und der Sonderstellung der Gemeinde, der Braut Christi, des Leibes Jesu unbedingt nötig ist, um das Thema der Entrückung zu verstehen.

Ein falsches Verständnis dieser Gegenstände – verbunden mit Prophetie – führt auch zu Problemen in anderen Bereichen. Der Leser möge uns verzeihen, dass wir  ziemlich konsequent einige Lehren als Irrlehren bezeichne.

Dies ist notwendig, denn wir sehen in der biblischen Lehre immer mehr in unserer Zeit das Zunehmen von Irrlehren und Lauheit unter fadenscheinigen Argumenten.

Wir möchten keine Geschwister persönlich angreifen und wenn unsere Betrachtung dazu beiträgt, dass der eine oder andere einmal genauer hinschaut, dann haben wir unser Ziel erreicht. Wir konnten in den letzten Jahren immer wieder die Beobachtung machen, dass Geschwister, die meinen, in die kommende Zeit der Gerichte der 70. Jahrwoche gehen zu müssen, auch folgende falsche Lehren vertreten haben:

  • Ein Christ kann seine Heil, also seine Stellung, seine Kindschaft in Christus verlieren.
  • Israel hat keine irdische Verheißung mehr, es gibt kein Millennium, also die Irrlehre des Amilleniarismus.
  • Die Irrlehre der Bundestheologie, also die Vergeistlichung der Gemeinde Christi in die Israel betreffende alttestamentarische Prophetie. Punkt 2. und 3. sind Überbleibsel der katholischen Dogmatik der Ersatztheologie, die bereits von Augustin beschrieben wurde und ein klares Fundament für den dämonischen Antisemitismus der Jahrhunderte bildet.

Diese Irrlehre führte bereits zu jahrhundertelanger Verfolgung von Juden und bibeltreuen Christen – bis hin nach Auschwitz. Leider sind Überreste bzw. Abwandlungen dieser Lehren auch in die Reformation und die evangelikalen Kreisen mit eingeflossen und immer stärker erkennbar.

Das richtige Verständnis der Entrückung ist also notwendig zum richtigen Verständnis biblischer Prophetie und der eigenen Stellung in Christus und den Wandel der Heiligen. Kann es also sein, dass all die Konsequenz mit einem falschen Verständnis der Entrückung und sogar ein falsches Verständnis der Heiligung und der Stellung in Christus führen können?

Ich möchte hier nicht im Einzelnen auf die üblicherweise diskutierten Bibelstellen eingeben. Diese Diskussionen werden bis zur Erschöpfung geführt und ein reines Austauschen und eine Schlacht mit Bibelstellen führen meistens nicht zur Erkenntnis. Stattdessen möchte ich einige Fragen stellen, die einmal zum Nachdenken anregen sollen:

  • Wann beginnt das Zeitalter der Gemeinde? Wann hört es auf?
  • Was bedeutet der Leib Christi?
  • Wieso ist die Gemeinde, die Braut Christi, des Messias Israels ein Geheimnis im Alten Testament?
  • Wann beginnt die 70ste -Jahr -Woche Daniels?
  • Wann hört sie auf Welche Verheißungen hat Israel und welche Verheißungen hat die Gemeinde?
  • Wann erfüllen sich diese Verheißungen?
  • Was ist notwendig, damit sich diese Verheißungen erfüllen?
  • Was hat die Entrückung mit der Stellung in Christus bzw. den Wandel in Christus und der Unverlierbarkeit der Sohnschaft zu tun?
  • Was haben der Leib Christi und die Entrückung mit dem Ablauf einer jüdischen Hochzeit zu tun? Wann beginnt das Zeitalter der Gemeinde Christi?

Die Irrlehre der Bundestheologie bzw. der Ersatztheologie

Die Irrlehre und der Bundestheologie bzw. der Ersatztheologie sieht eine Vergeistlichung der Gemeinde bzw. des Leibes Christi in den prophetischen Aussagen des Alten Testamentes bzw. in Israel.

Hierbei gibt es verschiedene Nuancen in der Lehre, die von einem Absprechen der irdischen Verheißungen Gottes für Israel bis hin zur kompletten Leugnung der Entrückung und der kompletten Allegorie bzw. Leugnung der tausendjährigen Herrschaft Christi auf Erden geht.

Wir wollen hier auch nicht weiter in die Details dieser dämonischen Irrlehre hineingehen. Warum dämonischen Irrlehre? Weil Satan die Juden und Israel hasst und von Anfang an, als Gott Abraham seine Verheißungen gegeben hat zum Einen das Kommen des Messias verhindern und das Volk Israel auslöschen wollte bzw. jetzt wo der Messias gekommen ist, alles daran setzt, dass Israel niemals als Nation sich dem Messias zuwenden und somit gerettet wird und die Versprechungen Gottes umgesetzt werden können.

Die Verheißung Gottes an Abraham

Mo 12:2 Und ich will dich zu einer großen Nation machen und dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen; und du sollst ein Segen sein! 1Mo 12:3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!

Antisemitismus ist nicht nur rassistisch und ethnisch-menschlich bedingt, sondern in seiner Wurzel dämonisch. Die Gemeinde Christi entstand nach der Auffahrt des Herrn Jesus in den Himmel an Pfingsten mit Ausgießung des Heiligen Geistes in Apostelgeschichte Zwei.

In Matthäus, Kapitel 16, Vers 18 sagte Herr Jesus zu Petrus:

16:18 Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus; und auf diesen Felsen werde ich meine Versammlung bauen, und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen.

Wie wir sehen ist der Bau der Versammlung, der Ecclesia, Zukunft. Der Herr Jesus benutzt das Wort“ werde“, also eine Handlung in der Zukunft. Paulus offenbart uns im Brief an die Epheser folgendes:

Eph 2:17 Und er kam und verkündigte Frieden euch, den Fernen, und Frieden den Nahen; Eph 2:18 denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zum Vater in einem Geist.

Eph 2:19 So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf die Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selber der Eckstein ist, in welchem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in welchem auch ihr miterbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.

Diese Verse zeigen uns also, dass nicht nur Juden, sondern auch die Menschen aus den Nationen Teilhaber des durch den Herrn Jesus eingesetzten neuen Bund sind. Teilhaber der Segnungen Israels aber nicht geistliches Israel oder Juden.

Der Leib Christi stellt also ein Zusammenführen aller Gläubigen, seien es Juden oder Nicht-Juden aus den Nationen, die an das Erlösungswerk des Herrn Jesus am Kreuz glauben, dar. Jesus hat am Abendmahl den neuen Bund, den Bund der Israel verheißen wurde in Jeremia 31.31, eingesetzt; nachzulesen auch in Hebräer, Kapitel Acht.

Durch die Verwerfung des Messias durch die Juden öffnete sich auch die Türe für alle Menschen aller Nationen, die an das Erlösungswerk des Herrn Jesus glauben, Teilhaber dieses Bundes zu werden.

Gal 3:28 Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Weib; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.

Christen sind nicht geistliche Juden oder geistliches Israel, sondern die Braut Christi, also der Leib Jesu ist eine völlig neue Schöpfung. Sie besteht aus dem Zusammenschluss aller Gläubigen, die an das Erlösungswerk des Jesus am Kreuz glauben.

Während also vor dem Erscheinen des Messias für Gott nur zwei Gruppen von Menschen existierten, nämlich die Nationen, dann Israel also die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs, gibt es im Moment noch den Leib Christi auf Erde; alle Menschen, egal ob Juden oder Nicht-Juden, die in den Leib hinein getauft wurden, als sie gläubig wurden an den Herrn Jesus.

Die Gemeinde Christi ist von ihrer Stellung her die höchste Schöpfung im Universum, wurde sie doch direkt durch das Blut des Herrn Jesus am Kreuz erkauft. Der Herr Jesus erklärt diesen Zusammenhang bereits vor der Entstehung der eigentlichen Gemeinde, nämlich in Matthäus 11. Johannes der Täufer wird als der größte jemals von einer Frau geborene Mensch bezeichnet.

Wenn man das aus dem Kontext des Judentums betrachtet ist es eine ungeheure Feststellung. Er ist also größer als Mose, Abraham Isaak und Jakob. Aber der Kleinste im Himmelreich, also sogar der, der keinen Lohn für seine Werke bekommt (1.Kor.3) ist in seiner Stellung, nicht in seinem Wert als Mensch, größer als Johannes der Täufer.

In Apostelgeschichte eins sagt der Herr Jesus:

Apg 1:5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im heiligen Geiste getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen.

Diese Taufe mit dem Heiligen Geist, die der Herr Jesus hier ankündigt, ereignet sich in Apostelgeschichte zwei und bezeichnet den Entstehungspunkt der Gemeinde Christi. Jeder Mensch, der zum Glauben an den Herrn Jesus kommt wird also in den Leib hinein getauft wie wir in 1.Kor 12 sehen.

1Ko 12:13 Denn wir wurden alle in einem Geist zu einem Leibe getauft, seien wir Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und wurden alle mit einem Geist getränkt.

Nebenbei bemerkt sehen wir auch, dass die Lehre der zweiten Erfahrung, das Bekommen des Heiligen Geistes durch Zungenreden oder Ähnliches eine unbiblische Irrlehre darstellt. Der Leib Christi setzt sich also zusammen aus der Summe aller an das Erlösungswerk des Herrn Jesus am Kreuz glaubenden Menschen, seien es Juden oder Nicht-Juden.

Erlösung allein durch den Glauben

Diese Menschen haben durch ihren Glauben die Vergebung aller Sünden erlangt und sind in die Stellung von Heiligen, Gerechten und Untadeligen angelangt. Die Strafe für alle Sünden wurde bereits in der Vergangenheit am Kreuz von dem Herrn Jesus getragen.

Gäbe es also eine Handlung, die wir im Wandel in Christus tun könnten, uns aus der Hand Gottes zu reißen bzw. unsere Wiedergeburt rückgängig zu machen, wäre das Erlösungswerk des Herrn Jesus am Kreuz zu schwach gewesen und der Herr Jesus hätte seinen Auftrag nicht erfüllt, nämlich alle , die zu ihm kommen und die der Vater ihm gibt, zu bewahren und sie aufzuerwecken am letzten Tag.

Die Lehre, dass die Gemeinde Christi, also die Summe aller durch das Blut Christi und die Gnade Gottes erlösten Gläubigen durch die kommende Zeit der 70. Jahrwoche Daniels hindurch müssen und danach die Entrückung erleben, um in ihrem Glauben erneut geprüft und eventuell verloren gehen oder bestraft zu werden, stellt also eigentlich eine Lästerung und Herabwürdigung des Opfertodes des Herrn Jesus am Kreuz dar.

Sie macht die absolute Gnade Gottes, die nicht durch Werke erreicht, erhalten oder verloren gehen kann, denn sonst wäre Gnade nicht mehr Gnade, sondern Werksgerechtigkeit.

Die Lehre, dass der Leib Christi, also die Summe aller Gläubigen in Christus noch einmal durch die schrecklichen Gerichte der Offenbarung geprüft werden würden, würde bedeuten , dass Gott seine Braut vor der Hochzeit, obwohl sie zu (gerecht) recht gemacht ist, noch einmal verprügeln lässt bzw. der Gefahr des Blutes und der Wut des Teufels aussetzt.

Diese Lehren sehen wir nirgends in der Bibel! Nein, im Gegenteil, wir sehen, dass die erlösten Gläubigen ja gerade durch den Glauben an den Herrn JESUS nicht mehr dem Zorn Gottes ausgesetzt sind, sondern ihre Stellung gewechselt haben. Warum sollten sie jetzt auf einmal doch wiederum dem Zorn, ausgerechnet in der Zeit ausgesetzt werden, in welcher Gott sich also den Nationen und seinem Volke Israel zuwendet und nirgends auch nur ein klarer kleiner Hinweis auf die Gemeinde zu sehen ist. Ein klarer Punkt für die Entrückung vor der Drangsal.

1Th 1:10 und seinen Sohn vom Himmel zu erwarten, welchen er von den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns vor dem zukünftigen Zorn errettet.

Der Herr kommt, um uns von dem KOMMENDEN ZORN ( DEM TAG DES HERRN ) zu erretten. Die Thessalonicher wurden verunsichert von falschen Briefen, die nicht von Paulus kamen und Irrlehren und sie wussten nicht, ob sie jetzt in den Tag des Herrn kommen würden oder schon sind und ihre toten Geschwister die Entrückung verpasst haben.

Das Wort ῥύομαι (rhyomai): „retten“ bedeutet hier bewahren bzw. „jemand durch ein Eingreifen an sich ziehen oder beschützen“. Er wird uns retten, beschützen vor dem Zorn.

Die Entrückung ist ebenso ein Geheimnis, das nicht im AT offenbart wurde oder sichtbar ist.

1Ko 15:51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss anziehen Unverweslichkeit, und dieses Sterbliche muss anziehen Unsterblichkeit.

Die Posaune hier ist nicht die Posaune der Posaunen-Gerichte und das aus zwei Gründen:

Diese Posaune hier bezieht sich auf das Blasen der Posaune der Israeliten zum Aufbruch oder zum Kampf, eine militärischen Kommando ähnlich. Stimme des Erzengels bedeutet, dass der Erzengel Michael den Befehl des Herrn umsetzen wird oder der Herr selber mit der Stimme eines Erzengels rufen wird.

Der Herr JESUS gibt den Befehl und der Erzengel wird in ausführen und mit der Posaune des Aufbruchs wird die Entrückung umgesetzt in einem Nu, hier das Wort im Grundtext ἁρπάζω (harpazo): rauben. Was bedeutet: hastig, in einem Nu wegreißen, an sich reißen, entrücken.

Die Posaune ist nicht wie gerne falsch ausgelegt die Posaune aus der Offenbarung, denn diese leitet die Gerichte für die Nationen ein und nicht eine dort nie beschriebene Entrückung.

Die Gemeinde und eine Entrückung der Gemeinde wird nirgends in den Zeiten der Gerichte der 70igsten Jahrwoche Daniels von Offenbarung 6 bis 19 beschrieben. Die Posaune hier in 1 Thess. 4 ist die gleiche Posaune wie in 1 Kor 15.2.

Außerdem war die Offenbarung des Herrn JESUS zur Zeit der Verfassung der Thessalonicher Briefe noch nicht geschrieben und Paulus konnte sich hierauf gar nicht beziehen. Paulus setzte aber voraus, dass die Adressaten seines Briefes sich an das, was er bereits gelehrt hatte, wieder erinnern. Der Kontext zum Thema Posaune und Entrückung kann also unmöglich zu einer Botschaft bestehen, die noch gar nicht gegeben war.

Das Hinwegreißen oder in einem Nu umgewandelt werden bezieht sich außerdem nicht auf die Wiederkunft des Herrn in Macht und Herrlichkeit auf die Erde, sondern auf die Entrückung, ein Entrücktwerden zum Herrn hin, der nur in die Luft kommt. Es werden also zuerst die Toten in Christus, also alle bereits gestorbenen Gläubigen des Leibes der Braut auferstehen und ihren Auferstehungsleib bekommen und unmittelbar auch die Gläubigen, ( Paulus bezieht sich hier mit ein ), die dann leben entrückt und umgewandelt.


Dies sind ein Grund zur Freude und eine lebendige Hoffnung, die ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Gläubigen sein und seinen Wandel und Leben als Christ bereichern sollte.

Ebenso ermutigt uns Johannes in Kapitel 3 seines ersten Briefes und zeigt uns, dass die freudige Erwartung und Tatsache, dass wir Kinder Gottes sind und umgewandelt werden einen sogar reinigenden Effekt in unserem täglichen Leben haben kann und soll, also sehr dienlich unserem täglichen HEIL ist.


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2 Gedanken zu „Die Entrückung

  1. Hi, bin sehr beeidruckt von dem Artikel ueber die Entrueckung. Habe au Neugier mal das Shop angeklickt und mich ueber die katholischen und heidnischen Sachen gewundert:Ein Jesus am Kreuz, ein Unendlichkeitssymbol am Kreuz etc. Was soll denn das? Sie muessen wirklich aufpassen was Sie auf einr christlichen Seite verkaufen!

    Gruesse aus Kanada, Heidi

    1. Hallo Heidi,

      vielen Dank für dein Feedback! Wo genau siehst du ein Problem bei den Artikeln die wir im Shop anbieten? Ein Unendlichkeitssymbol oder eine Kreuzkette soll nicht mit katholisch oder heidnisch assoziiert werden, es kann genauso einfach die unendliche Liebe des Herrn ausdrücken :-). Selbstverständlich distanzieren wir uns von Marienverehrung und solchen unbiblischen Bräuchen.

      Liebe Grüße!

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